Zwei Tage für Deine Ehe -

Ehe leben, Ehe lieben!

Ein Eheseminar von und mit Eisbert van Dijk

(1) Beziehungen leben, Beziehungen lieben.

Mit einem leckeren Cocktail starteten wir am Freitagabend in die Ehetage mit Eisbert van Dijk.

In seiner offenen und ehrlichen Art nahm uns Eisbert gleich mal jede Illussion, dass es „die Lösung“ für eine gute Ehe gibt. Er, der schon ein bisschen länger im Eheleben unterwegs ist, hat schon ein bisschen mehr darüber lernen dürfen. Und in dieses „bisschen mehr“ nahm er uns mit hinein. 

Jeder Ehepartner hat seinen eigenen Familienhintergund. Da wurden unterschiedliche Dinge gelernt, verschiedene Prioritäten und Prägungen erlebt. Einiges davon nehmen wir mit in unser eigenes Eheleben, was oft wenig hilfreich ist und zu Reibungspunkten führt.

Manches ist uns bewusst, anderes liegt noch verdeckt unter der Oberfläche.

Um einen guten Umgang damit zu finden, manche Angewohnheit oder Denkweise auch abzulegen, brauchen wir Gott.

Gott ist es, der uns hilft, die Dinge ins Licht zu führen,

sie ins Licht zu stellen, so dass wir sie erkennen und daran arbeiten können.

Hier taucht dann auch die Frage nach dem Ziel unserer Ehe auf:

  • Was ist uns/mir für unsere/meine Ehe wichtig?
  • Dabei soll es sich weniger um mich, um meine Wunscherfüllung drehen.
  • Nicht: ich will! - sondern bin ich der/die Richtige für meinen Ehepartner?
  • Will ich der/die Richtige für ihn sein? 

Unser Ehen brauchen ein Ziel. Diese Ziel soll auch ein göttliches sein.

Und so ist eine christliche Ehe eine geistliche Einheit mit Gott, mit der Absicht ein sichtbarer Ausdruck zu sein von der Beziehung, die Gott mit der Gemeinde hat, die die Braut Jesu Christi ist.

Wie kann meine Ehe Gott widerspiegelt?
Wenn wir uns auf Jesus Christus ausrichten, dann kann und darf das gelingen.

(2) Vergebung & Freiheit | (3) Identität & Stabilität

wichtige Themen in der Ehe die uns am Samstag beschäftigten.

Vergebung ist ein wichtiger Aspekt in jeder Beziehung / für jede Beziehung.

Im Zusammenleben geschehen immer wieder Verletzungen. Wer hier nicht vergeben kann, der trägt eine Last, die viel zu schwer ist, um sie selbst zu tragen.

Verletzungen brauchen Heilung. Eine Zeit, in der sie heilen dürfen.

Vollständige Heilung werden wir nur bei unserem Heiland Jesus Christus finden. Bei ihm dürfen wir die Geschehnisse ablegen, sie ihm übergeben.

Manchmal denken wir, es ist stark festzuhalten, aber es ist eine Stärke los zulassen.
Er allein ist es, der uns wieder herstellen kann, uns wieder ganz machen kann.

Aus der Begegnung mit Jesus Christus gehen wir geheilt und gestärkt hervor. Und so können wir unserem Partner in Liebe gegenübertreten.

Einer Liebe die vergeben kann, die die Fehler des anderen zudeckt und sie nicht (mehr) gegen den anderen verwendet.

Vergebung führt mich und den anderen in die Freiheit.

Abgeben - frei lassen - Gott überlassen - frei werden - befreit leben.

Vergebung ist eine Liebestat!

(4) Wer denkt, der lenkt.

Aus den Bildern, die wir selbst von uns machen, entsteht unsere Identität.

Nicht was ich habe oder was ich bin bestimmt meine Identität.

Wer bin ich und was macht mich aus?

– auch diese Vorstellung prägt uns und unsere Ehe./

Oft versuchen wir das zu werden, was andere in uns sehen, was uns selbst aber nicht entspricht. „Wenn du das hast, dann bist du ...“ Wenn ich nicht weiß wer ich bin, dann kann ich nicht in mein Selbst hineinwachsen. Und so bilden meine Grundbedürfnisse meine Identität.

Bin ich geliebt, angenommen, wertvoll, wichtig, sicher, geborgen, … Gott kann uns nur aus diesen falschen Vorstellungen, dieser falschen Identität befreien, wenn er uns die Wahrheit zeigen darf.

Hilfestellung dabei können folgende Fragen sein:

  • Wie denkt Gott über mich?
  • Wer bin ich in seinen Augen?
  • Wird er mich annehmen so wie ich bin?
  • Wird er mich wertvoll achten so wie ich bin? 

Wenn Gott in mein Leben eintritt, dann bin ich komplett.

Als Gottes Kind wird mir nichts mangeln (Psalm 23,1). Er möchte meiner Seele, meinem Körper gutes tun. Bei ihm darf ich sein – Ich sein. Hier darf/soll ich nicht mehr nach menschlichen Maßstäben beurteilt werden.

Durch Gottes Gnade bin ich was ich bin.

So bin ich angenommen in Jesus Christus. Bei ihm bin ich in Sicherheit. Bei ihm bin ich bedeutungsvoll.

Die Worte klangen noch in uns nach. Manche Gedanken wurden beim anschließenden Dinner besprochen und vertieft. Einige nahmen die Fragen und Anfragen an sich selbst mit nach Hause, um sie die nächsten Tage und Wochen mit Gott zu bewegen.

Ehe leben – Ehe lieben dazu wurden wir (wieder neu) herausgefordert.
Ehe leben – Ehe lieben kann nicht aus eigener Kraft und Anstrengung gelingen.
Ehe leben – Ehe lieben dazu befähigt uns Gott. /

 

(02/2017 - Simone)